Leana

Leana - Eine Schamanin voller Lebenslust und Neugierde

Leana – eine Schamanin voller Lebenslust und Neugierde

Name: Leana

Alter: 20

Größe: 158 cm

Gestalt: schlank

Freunde: Abedi, Anduil, Ixcalotl, Leonis, Tikkmikk, Kilian, Asar (NSC), Jasemina (NSC)

Hintergrundgeschichte:

Leana wurde vor 20 Jahren als einziges Kind von Liada und Morven in einem Dorf namens Erila geboren. Erila ist ein kleines Dorf bestehend aus gerade mal 30 Häusern umgeben von einem schwachen Palisadenzaun und einem kleinen Graben zum Schutz vor ungebetenen Gästen gelegen im tiefen Wald Moravods. Ihr Vater ist ein angesehener Jäger des Dorfes, der auch hier in Erila geboren wurde. Die meiste Zeit war er jedoch nicht zu Hause, da er immer auf der Jagd war und das Dorf zusammen mit den anderen Jägern mit Fleisch versorgen musste. Ihre Mutter wurde in Schenila geboren und zog zu ihrem Vater nach Erila nachdem sie geheiratet hatten. Nun ist sie die ortsansässige Zeidlerin und kümmert sich damit um die vielen Bienen des Waldes und stellt Honig für das Dorf her. Die Bewohner fühlten sich jedoch sehr von den Bienen gestört, weshalb die Bienenstöcke ein ganzes Stück weit außerhalb des Dorfes und tiefer im Wald gelegen sind.

Die ersten Jahre ihres Lebens wuchs Leana sehr behütet auf. Ihre Mutter Liada achtete sehr darauf, dass ihr nichts zustieß und sie genügend umsorgt wurde.

Es geschah als Leana 10 Jahre alt war, dass Leanas Leben einen völlig anderen Lauf nahm, als jeder es vermutet hätte. Es war an einem Morgen als Leana bemerkte, dass ihre Mutter etwas von ihrer Ausrüstung vergessen hatte. Was genau es war daran erinnert sich heute niemand mehr. Leana schien es allerdings wichtig genug zu sein es ihrer Mutter zu bringen. Sie war schon öfter bei den Bienenstöcken zusammen mit Liada gewesen, sie kannte also den Weg. Sie war den Weg auch schon einmal alleine gegangen, darum erregte sie auch keine große Aufmerksamkeit als sie durch das kleine Stadttor hinaus in Wald in Richtung der Bienenstöcke lief. Jeder wusste, dass sie den Weg kannte. Doch dieses Mal würde alles anders kommen.

Auf etwa halbem Wege fühlte sich Leana zunehmend unwohl. So als würde sie jemand beobachten. Immer wieder schaute sie sich nervös um, aber immer wenn sie dachte sie würde in die Richtung schauen aus der sie dachte beobachtet zu werden, war dort nichts zu sehen. Doch dann sah sie etwas. Es war irgendetwas Leuchtendes. Es sah aus wie eine kleine Kugel, aber es erinnerte Leana mehr an ein übergroßes Glühwürmchen. Leanas Neugierde stieg ins Unermessliche. Weswegen sie eigentlich im Wald war hatte sie schnell verdrängt, das „Glühwürmchen“ hatte jetzt ihre vollkommene Aufmerksamkeit. Sie versuchte es einzuholen. Doch jedes Mal, wenn sie dachte sie hätte es erreicht, war es nicht mehr da. Dann schaute sie sich um und sie sah es an einer ganz anderen entfernteren Stelle wieder um die Bäume schwirren. Während all dessen merkte Leana überhaupt nicht wie weit sie schon vom Weg abgekommen war. Doch das interessierte sie alles nicht. Sie wollte nur unbedingt dieses Glühwürmchen einholen. Außerdem hatte Leana das Gefühl als wollte es, dass sie ihm folgt.

Als Leana mal wieder dachte sie hätte es eingeholt und sie sich wieder umschaute konnte sie das Glühwürmchen allerdings nirgendwo mehr finden. Doch nun stellte sie etwas ganz anderes fest, als sie sich um sich selbst drehte um das Leuchtwesen zu finden. Alles was sie um sich herum sah, erschien ihr in deutlich kräftigeren Farben und ihr wurde plötzlich schwindlig und wäre beinahe hingefallen, wenn sie sich nicht rechtzeitig am nächsten Baum abgestützt hätte.

Nachdem sie sich gefangen hatte, geriet Leana aus dem Staunen fast nicht mehr heraus. Alles war so schön! So hatte sie den Wald noch nie gesehen. Warum kannte sie diesen Teil des Waldes noch nicht? Warum hatte ihr niemand davon erzählt? Sowas kann man doch nicht einfach für sich behalten! Das „Glühwürmchen“ schien plötzlich gar nicht mehr so interessant. Viel eher wollte sie diesen Teil des Waldes erkunden. Sie entschied sich einfach für eine Richtung, die ihr am meisten gefiel. Dabei bemerkte sie auch gar nicht wie die Zeit verging, so fasziniert war sie von ihrer Entdeckung. Bald erreichte sie dann auch eine Lichtung auf der die Sonne in all ihrer Kraft eine wohlige Wärme verbreitete. Sie fühlte sich noch viel kräftiger als sonst an. Leana war schon ein wenig erschöpft also entschied sie sich dafür hier eine kleine Pause vom Erkunden einzulegen und dafür die Wärme der starken Sonne zu genießen. Sie schloss die Augen dabei und irgendwann schlief sie einfach ein.

Leana schlug die Augen auf und bemerkte, dass die Sonne ein ganzes Stück weiter gewandert war. Die Lichtung war nun kaum mehr in das Licht der Sonne getaucht und ihre Kraft hatte auch ein wenig nachgelassen. Sie musste wohl erschöpfter gewesen sein als gedacht, dass sie solange geschlafen hatte. Jetzt wurde ihr allerdings schlagartig bewusst, dass sie ja eigentlich auf dem Weg zu ihrer Mutter gewesen war. Sie entschied sich auf den Rückweg zu machen und einfach später noch einmal wieder zu kommen. Sie schlug eine Richtung ein und war davon überzeugt, dass dies der richtige Weg sein musste. Es verging eine Stunde und dann noch eine halbe aber irgendwie schien sie nicht einmal an eine Stelle zu kommen, die ihr bekannt vorkam. Die Sonne war nun auch kaum noch am Himmel zu sehen und die dichten Bäume ließen kaum Licht hindurch. Es wurde immer dunkler. Leana war noch nie im Dunklen im Wald gewesen und der Gedanke daran, dass dies nun das erste Mal sein sollte gefiel ihr gar nicht. Wäre sie doch nie diesem dämlichen Licht gefolgt!

Leana musste sich eingestehen, dass sie sich verlaufen hatte. Es war nun bereits so dunkel, dass sie kaum etwas erkennen konnte. Das Mondlicht half kaum, da das Blätterdach so dicht war, dass kaum Licht hindurch kam. Die Angst schlich sich in Leanas Gedanken. Was wenn sie nie wieder nach Hause finden würde? Was wenn niemand bemerkt hatte, dass sie weg war? Würde sie ihre Mutter jemals wieder sehen? Ihren Vater? Was wenn sie hier würde sterben müssen?! Tränen stiegen ihr in die Augen und statt weiterzulaufen blieb sie nun stehen und fing an zu schluchzen, während ihr die Tränen die Wange herunterrollten.

Sie fühlte sich so erschöpft … sie setzte sich hin, lehnte sich an einen Baum und zog die Knie unter ihr Kinn und weinte und schluchzte leise weiter. Sie war nun der festen Überzeugung, dass sie nie wieder aus diesem Wald herausfinden würde. Nach einigen Minuten hörte sie plötzlich das Geheul eines Wolfes. Nun hatte sie definitiv Todesangst. Dass dem ersten Wolfsgeheul noch weitere folgten half nicht sonderlich dabei. Ganz im Gegenteil. Ihre Angst war nun so groß, dass sie versuchte keinen Ton mehr von sich zu geben, doch ihr Herz klopfte so schnell und laut, dass sie befürchtete, man könne es meilenweit hören.

Für einen kurzen Moment schien der Wald noch viel stiller als schon die ganze Zeit und Leana wagte es einen Blick zu riskieren und sie hob ihren Kopf um sich umzuschauen nur um direkt vor sich einen riesigen Wolf mit pechschwarzem Fell und smaragdgrünen fast leuchtenden Augen zu entdecken, der ihr direkt in die Augen sah. Leana erschrak und schlug sich die Hände vor den Mund und ihre Augen füllten sich sofort wieder mit Tränen. Jetzt war es vorbei, dachte sie. Doch der Wolf sah sie nur an. Und aus irgendeinem Grund schwand die Angst aus Leanas Körper. Sie wusste nicht warum, aber langsam beruhigte sie sich wieder und war sogar fast froh den Wolf zu sehen. Sie hatte das Gefühl als könnte sie ihm vertrauen und er würde ihr nichts tun.

Plötzlich hörte sie eine warme tiefe Stimme von irgendwoher kommen. Fast so als wäre sie nur in ihren Gedanken:

„Was machst du hier mitten in der Nacht? Du gehörst nicht hierher.“

Leanas Augen weiteten sich. „Hast du gerade mit mir gesprochen?“

„Ja, das beantwortet aber nicht meine Frage“, gab der Wolf etwas harsch zurück.

„Ich … ich … ich hab mich verlaufen“, antwortete Leana und ihr kamen wieder die Tränen hoch. „Ich bin so einem seltsamen Licht gefolgt … und dann war es weg und dann habe ich mich auf einer Lichtung ausgeruht … und dann wollte ich wieder nach Hause und dann habe ich den Weg nicht mehr gefunden. Plötzlich war es dunkel und dann habe ich mich hier versteckt.“

„Beruhige dich“, sagte der Wolf nun mit sanfter Stimme. „Ich werde dir helfen nach Hause zu kommen.“

„Wirklich?!“ Leana war über glücklich.

Der Wolf gab ihr zu verstehen, dass sie ihm folgen solle und das tat sie auch. Sie würde endlich wieder nach Hause kommen! Nach etwa einer Stunde blieb der Wolf plötzlich stehen. „Weiter kann ich nicht mit dir kommen. Aber wenn du weiter in diese Richtung läufst kommst du ganz sicher nach Hause.“

„Danke“, sagte Leana während sie den Wolf so gut es ging an sich drückte.

Danach verschwand der Wolf in der Dunkelheit und Leana machte sich auf den Weg in die Richtung, die der Wolf ihr gewiesen hatte. Und tatsächlich nach einigen Metern wirkte die ganze Welt nicht mehr so farbenprächtig und weit entfernt sah sie etwas Licht. Diesmal war es allerdings nicht das Licht eines über großen Glühwürmchens sondern das Licht einer Fackel. Sie lief direkt darauf zu und je näher sie dem Licht kam, desto deutlicher vernahm sie die Rufe, die davon ausgingen: „LEANA! Wo bist du?“

Mehrere Leute des Dorfes waren auf der Suche nach ihr und sie erkannte auch eine ganz besondere Stimme heraus. „MAMA!“

Die Tränen schossen ihr in die Augen und sie begann zu rennen. „LEANA!“, rief ihre Mutter freudig auf und lief in die Richtung aus der Leana gerufen hatte. Endlich war sie zu Hause! Endlich wieder mit ihrer Mutter zusammen! Sie umarmte sie so fest wie sie nur konnte und fing an zu schluchzen. Sie war so froh endlich wieder zu Hause zu sein. Ihre Mutter drückte sie so fest, dass sie schon fast keine Luft bekam, aber das war ihr gerade egal, so froh war sie.

„Wo hast du denn nur gesteckt? Wir haben überall nach dir gesucht! Ich habe mir solche Sorgen gemacht.“

Leana bemerkte auch gleich, dass ihr Vater Morven auch unter den Suchenden gewesen war. Das hieß er musste diesen Abend gerade von einer Jagd heim gekommen sein. Nachdem sie wieder zurück im Dorf waren bekam Leana erst einmal etwas zu essen. Sie war am Verhungern. Dabei erzählte Leana alles was sie erlebt hatte und wie sie sich überhaupt verlaufen hatte. Viele hörten gespannt zu. Sogar die Schamanin des Dorfes, Machara. Sie war eine Frau mittleren Alters und galt als äußert begabt in ihrem „Handwerk“.

Nach dem Erzählen ging Leana erst einmal ins Bett um sich auszuruhen. Am nächsten Morgen würde sich ihr Leben grundlegend verändern, wie sie beim Frühstück erfahren würde.

„Machara hat mit uns gesprochen, nachdem du allen deine Erlebnisse erzählt hast und sie hat vorgeschlagen dich als Schülerin unter ihre Fittiche zu nehmen.“, erklärte Liada.

Leana konnte es kaum fassen, das war so aufregend. Sie fand schon immer interessant was Machara für das Dorf tat und nach den gestrigen Erlebnissen wollte sie unbedingt mehr über solche Dinge wissen. Sie hatte zwar unheimliche Angst gehabt, aber das wir ihr egal, sie wollte einfach mehr wissen, damit sie irgendwann vielleicht keine Angst mehr davor haben musste.

Die folgenden Jahre wurde Leana von Machara nun als Schamanin unterwiesen und lernte sehr fleißig und wuchs zu einer zunehmend schönen jungen Frau heran, die allerdings immer weniger auf ihre Ausbildung als Schamanin konzentriert war, sondern immer mehr Interesse an den Jungen des Dorfes hatte. Manchmal sogar an den Mädchen … sie experimentierte eben gerne. Die Eltern der anderen fanden dies allerdings gar nicht so toll. Sie beschwerten sich bei Machara, dass sie doch ihre Schülerin unter Kontrolle halten sollte, denn sie würde einen schlechten Einfluss auf ihre Söhne (und Töchter) haben und sie von der Arbeit, die sie zu tun haben, ablenken.

Als Leana 20 Jahre alt wurde, war es dann so weit. Leana sollte auf eine Reise gehen um Erfahrungen außerhalb des Dorfes zu sammeln. Machara schlug ihr vor sich zuerst nach Uchano zu begeben und an dem dortigen Turnier teilzunehmen. Danach würde sich bestimmt dann wieder etwas neuen ergeben, versicherte Machara ihr.

Am nächsten Tag verabschiedete Leana sich von ihren Eltern, Machara und dem Rest des Dorfes und machte sich auf eine lange und ungewisse Reise …